7. Berufsgrundsätze und Standesregeln

Alle in der Markt-, Meinungs- und Sozialforschung Tätigen sind an die berufsständischen Verhaltensregeln gebunden. Auch Markt- und Sozialforscher, die nicht Mitglieder eines Verbandes sind, sind durch die  sogenannte Verkehrssitte an diese Regeln gebunden. Hierzu gehören auch gesetzliche Grundlagen wie die Datenschutzgesetze, allgemeine kaufmännische Regeln und das Grundgesetz. Für die Markt- und Sozialforschung gibt es zusätzlich zu den gesetzlichen Regelungen mehrere berufsspezifische internationale und nationale Regelwerke, die sich gegenseitig ergänzen.

In Deutschland haben die Verbände der Markt- und Sozialforschung ergänzende Richtlinien zum internationalen Verhaltenskodex, die  „Erklärung für das Gebiet der Bundesrepublik Deutschland zum ICC/ESOMAR Internationalen Kodex für die Markt- und Sozialforschung”, verabschiedet und achten in der gesamten Branche auf deren Einhaltung. Die Auslegung und Ergänzung des Kodex erfolgt laufend nach juristischen Methoden. Zu einzelnen Datenerhebungsbereichen wie zum Beispiel Telefon oder Online oder zu spezifischen Problemen wie zum Umgang mit Adressen existieren besondere Richtlinien. Diese sind aus dem ICC/ESOMAR-Kodex und der deutschen Annahmeerklärung abgeleitet. Der ICC/ESOMAR Internationale Kodex für die Praxis der Markt- und Sozialforschung wurde von der International Chamber of Commerce (ICC) und den Mitgliedern der European Society for Opinion and Marketing Research (ESOMAR) ausgearbeitet.

Zu den Berufsstandards der Branche gehört das Arbeiten nach wissenschaftlichen Regeln, wie sie die DIN ISO 20252, eine internationale Norm für die Markt- und Sozialforschung, festschreibt. Nach dieser können sich Forscher und Institute zertifizieren lassen.

Links

ICC/ESOMAR Kodex

Deutsche Übersetzung des ICC/ESOMAR Kodex

Erklärung für das Gebiet der Bundesrepublik Deutschland zum IHK/ESOMAR
Internationalen Kodex für die Praxis der Markt- und Sozialforschung:

DIN ISO 20252