14. Datenschutz und Anonymität – bei Mehrfachbefragungen

Um Meinungs- oder Verhaltensveränderungen messen zu können, ist es notwendig, mehrfach Antworten von denselben Befragten zu erheben. Bei diesen Mehrfachbefragungen sind ebenfalls die Daten sicher und die Anonymität gewahrt. Hierbei gelten die Bestimmungen der Datenschutzgesetze und darüber hinaus die berufsständischen Regeln gleichermaßen.

Getrennte Aufbewahrung
Zwar werden Adressdaten bei Mehrfachbefragungen aufbewahrt, um bei einer neuen Befragungswelle wieder dieselben Personen zu erreichen. Aber die Adressen sind getrennt von den Antworten. Nur über einen Code können Adresse und Antwort einander zugeordnet werden. Dieses Vorgehen heißt „Pseudonymisieren“ und ist laut § 3 Abs. 6a des Bundesdatenschutzgesetzes „das Ersetzen der Namens- und anderer Identifikationsmerkmale durch ein Kennzeichen zu dem Zweck, die Bestimmung des Betroffenen auszuschließen oder wesentlich zu erschweren.“ Nur entsprechend geschultes, ausgewähltes und qualifiziertes Personal erhält Zugang zu den Verbindungsdaten.

Erklärung zur Datenspeicherung
Adressdaten für Mehrfachbefragungen zu speichern ist nur dann erlaubt, wenn die Befragten bei der ersten Befragung informiert wurden und zugestimmt haben, dass ihre Adressdaten für Folgebefragungen aufgehoben werden. Solange Adress- und Befragungsdaten im Institut zusammengeführt werden können, gelten auch die Befragungsdaten als personenbezogene Daten im Sinne des Bundesdatenschutzgesetzes und unterliegen damit besonders strengen Anforderungen an den sicheren Umgang damit.

Links

BDSG www.gesetze-im-internet.de oder www.bfdi.bund.de