12. Datenschutz und Anonymität – organisatorische und technische Maßnahmen

Schulen und verpflichten
Alle Mitarbeitenden in der Markt- und Sozialforschung werden auf den Datenschutz verpflichtet und sie werden für den gesetzmäßigen Umgang mit den Daten geschult. Sie unterschreiben mit ihrem jeweiligen Arbeitsvertrag, dass sie den Datenschutz einhalten. Ein Verstoß dagegen führt zu Sanktionen – bis zur fristlosen Kündigung.

Trennen und löschen
Sobald wie möglich werden die Befragungsbogen mit den Antworten von den Blättern mit den Identifikationsangaben, also beispielsweise der Adresse, getrennt und die Adressdaten zum frühestmöglichen Zeitpunkt gelöscht. Bei Befragungen am Telefon werden die Nummern von einem Computer angewählt, die Interviewer sehen diese gar nicht. Natürlich kennen sie auch die Namen der Angerufenen nicht. Alle Computer sind durch strenge Passwortsysteme geschützt. Räume, in denen Daten verarbeitet werden, sind durch spezielle Türen und entsprechende Sicherheitsschleusen gesichert. Die Daten werden nur an sicheren Orten gespeichert.

Auswertungen anpassen
Die gesammelten Daten werden ausschließlich anonymisiert veröffentlicht. Trotzdem kann es nötig sein, auch bei Daten ohne Bezug zur Adresse Details bei der Darstellung der Ergebnisse wegzulassen. Denn manchmal können Details oder die Kombination von mehreren Details dazu führen, dass die Befragten erkennbar werden. Beispiele sind die Angabe von seltenen Berufen und gleichzeitig dem Wohnort in der Auswertung oder wenn Auftraggeber aufgrund von Vorkenntnissen beispielsweise ihre Kunden aus den Antworten erkennen könnten.

Getrennte Abteilungen
Grundsätzlich sind Feldabteilung (Adressen) und Forschungsabteilung (Befragungsergebnisse) bei Markt- und Sozialforschern persönlich und räumlich getrennt.

Links

Kernprobleme im Datenschutzrecht und Standesrecht der demoskopischen Umfrageforschung

Datenschutz in der Markt- und Sozialforschung