6. Schutz der Befragten
Oder: Wie erkenne ich, dass wirklich eine Umfrage stattfindet?

Manchmal ist es für Befragte nicht einfach zu erkennen, ob sie für eine echte Umfrage zu Markt- und Sozialforschungszwecken oder eine getarnte Verkaufsaktion angesprochen werden. Das gilt insbesondere, wenn die Befragungen telefonisch stattfinden. Es gibt ein paar Merkmale, an denen man erkennen kann, dass man wirklich um die Teilnahme an einer Umfrage gebeten wird. Dann ist eine Teilnahme unbedenklich, denn mit den erhobenen Daten wird sorgfältig umgegangen.

Zunächst einmal sind Marktforscher an berufsständische Verhaltensregeln gebunden. An diese Standesregeln und Berufsgrundsätze halten sich die Forscher aus Überzeugung und Erfahrung. Diese sind zugleich Qualitätsnormen und enthalten auch die Verpflichtung auf die weiteren Kennzeichen von Markt- und Sozialforschung:

  • Wissenschaftlichkeit
  • Gewährleistung von Anonymität und gesetzlichen Datenschutzregelungen
  • Verbot der Verbindung von Umfragen mit forschungsfremden Tätigkeiten
  • Freiwilligkeit der Teilnahme

Auf den folgenden Seiten sind diese Kennzeichen im Einzelnen beschrieben.

Grundsätzlich gilt: Legt der Anrufer auf Nachfragen auf oder wird ein Interviewer auf der Straße unwirsch, wenn die Befragten zum Beispiel nochmals das Institut der Umfrage erfahren möchten oder eine Rufnummer, um sich abzusichern, oder werden Ihre Rückfragen nicht oder nur ausweichend beantwortet,

-> dann handelt es sich mit Sicherheit nicht um eine echte Umfrage zu Forschungszwecken.

Für Markt- und Sozialforschung gilt, dass die Interviewer

  • angewiesen sind, Rückfragen der Angerufenen zu beantworten
  • auf den Schutz der Anonymität der Befragten hinweisen müssen
  • das Institut/den Forscher nennen müssen
  • auf Anfrage eine Rückrufnummer angeben, unter der man überprüfen kann, wer anruft

Links

Richtlinien