21.08.2026 | Pressemitteilung

ADM-Jahresbericht: Orientierung in Zeiten des Wandels

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ADM-Jahresbericht: Orientierung in Zeiten des Wandels
Qualität, Transparenz und wissenschaftliche Standards gewinnen angesichts des technologischen Wandels weiter an Bedeutung

Mit seinem neuen Jahresbericht gibt der ADM Arbeitskreis Deutscher Markt- und Sozialforschungsinstitute e. V. einen Überblick über zentrale Entwicklungen und Herausforderungen der Markt- und Sozialforschung. Im Mittelpunkt stehen Qualität, Transparenz und wissenschaftlichen Standards; Themen, die angesichts des rasanten technologischen Wandels und des zunehmenden Einsatzes von Künstlicher Intelligenz (KI) weiter an Bedeutung gewinnen.

KI eröffnet neue Möglichkeiten, Verantwortung bleibt beim Menschen

Der Einsatz von KI hat auch Auswirkungen auf die Markt- und Sozialforschung. KI kann Prozesse unterstützen, neue Analyse- und Auswertungsmöglichkeiten eröffnen und Forschungsabläufe effizienter gestalten. Gleichzeitig entstehen aber auch neue Anforderungen an Transparenz, Nachvollziehbarkeit und Qualität. Für den ADM und seine Mitgliedsunternehmen ist deshalb entscheidend, dass auch beim Einsatz von KI nachvollziehbar bleibt, wie Forschungsergebnisse entstehen und auf welcher Datengrundlage diese beruhen. Wissenschaftliche Standards und menschliche Verantwortung bleiben unverzichtbar.

Mit dem gemeinsam von ADM, ASI, BVM und DGOF entwickelten KI-Leitfaden für die Markt- und Sozialforschung hat die Branche hierfür einen wichtigen Orientierungsrahmen geschaffen. Der Leitfaden trägt dazu bei, den Einsatz von KI verantwortungsvoll zu gestalten und die besonderen Anforderungen der Markt- und Sozialforschung zu berücksichtigen. 

Repräsentativität bleibt Grundlage glaubwürdiger Umfrageforschung

Ein weiterer Schwerpunkt des Jahresberichts ist die Bedeutung der Repräsentativität von Stichproben, gerade angesichts der Vielzahl durchgeführter Umfragen und Studien. Der Begriff „repräsentativ“ wird in der öffentlichen Diskussion häufig wie ein Gütesiegel verwendet, leider nicht immer korrekt. Der Jahresbericht gibt in dem entsprechenden Beitrag Anhaltspunkte dafür, welche Aspekte für Repräsentativität von Studien wichtig sind und wie man diese erkennen und bewerten kann. Dies soll dazu beitragen, die öffentliche Diskussion über Umfragen und deren Ergebnisse zu versachlichen und den Blick auf die entscheidenden methodischen Kriterien schärfen. Denn Verlässlichkeit entsteht nicht durch eine möglichst große Zahl von Befragten, sondern durch ein wissenschaftlich fundiertes Forschungsdesign und transparente Aussagen darüber, was die erhobenen Daten tatsächlich leisten können.

ADM setzt auf Qualität, Kompetenz und Transparenz

Neben den Schwerpunktthemen KI und Repräsentativität informiert der Jahresbericht über die vielfältigen Aktivitäten des ADM und seiner Mitgliedsunternehmen zur Weiterentwicklung der Markt- und Sozialforschung. Dazu gehören Maßnahmen zur Sicherung von Qualität und Kompetenz, die Weiterentwicklung von Transparenzstandards sowie die Annahme des neuen ICC/ESOMAR-Kodex 2024. Grundlage dafür ist die von den deutschen Verbänden gemeinsam verabschiedete „Deutsche Annahmeerklärung“, die die Wissenschaftlichkeit der Markt- und Sozialforschung betont, die Anonymität der Befragten als unverzichtbaren Grundsatz festlegt und die klare Trennung von Markt- und Sozialforschung und anderen Tätigkeiten unterstreicht. Darüber hinaus gibt der Bericht einen Einblick in die wirtschaftliche Entwicklung der Branche. „Mit dem Jahresbericht macht der ADM deutlich, wofür die Markt- und Sozialforschung in Deutschland auch unter veränderten technologischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen steht: für belastbare Daten, wissenschaftlich fundierte Methoden und transparente Forschung, der Menschen und Gesellschaft vertrauen können“, so Bernd Wachter, Vorstandvorsitzender des ADM.

Der ADM-Jahresbericht 2025 ist ab sofort verfügbar unter: https://www.adm-ev.de/wp-content/uploads/2026/08/ADM_Jahresbericht-2025_web_Einzelseiten-1.pdf