Verbandsarbeit wird bei Psyma seit jeher groß geschrieben. Just in dem Jahr, in dem ich frisch von der Universität als Junior Research Manager bei Psyma begann, übernahm der Unternehmensgründer Dr. Klaus Haupt den Vorsitz im ADM. Ich durfte ihn beerben, als Geschäftsführer der Psyma ebenso wie in der Übernahme von Verantwortung für die Branche, und zog 2005 in den Vorstand des ADM ein. Zu meinen zentralen Aufgaben gehören heute die Repräsentation des Verbandes und der Branche, die politische Arbeit in enger Abstimmung mit der Geschäftsstelle sowie die Finanzen des ADM. Darüber hinaus kümmere ich mich um die verbandsübergreifende „Initiative Markt- und Sozialforschung“ und vertrete den ADM auch im „Rat der Deutschen Markt- und Sozialforschung“.
Als Mitglied im Vorstand des ADM kann ich direkt an der Ausrichtung des Verbandes mitwirken und so unsere Ideen, wie Markt- und Sozialforschung sein sollte, einbringen. Dabei ist mir besonders wichtig, dass wir uns als eine Branche präsentieren, die einen fairen Umgang mit allen Stakeholdern pflegt – das schließt explizit unsere Untersuchungsteilnehmer*innen ein. Markt- und Sozialforschung soll etwas sein, von dem alle überzeugt sind, dass es der Gesellschaft einen Nutzen bringt. Für mich ist sie gelebte Demokratie! Im Vorstand kümmere ich mich vor allem um die Außendarstellung des Verbandes – der ADM soll sich so selbstbewusst, engagiert und zukunftsorientiert zeigen, wie er ist.
Die Marktforschungsbranche verändert sich derzeit rasant und es ist extrem spannend, wohin die Reise für die Institute geht. Es kommen neue Themen, Methoden und Unternehmen auf den Markt. Andere Bereiche verlieren an Bedeutung. In dieser Phase massiver Veränderungen ist es aus meiner Sicht wichtiger denn je, zu definieren, was moderne Marktforschung und insbesondere Qualität in der Marktforschung heute und in Zukunft ausmacht. Da auch meine Rollen bei der GfK (bis 2022) und bei Infratest dimap (seit 2023) immer stark mit Veränderungen und digitaler Transformation zu tun hatten, möchte ich mit meinem Engagement beim ADM einen Beitrag dafür leisten, die Branche als Ganzes zukunftsfähig weiterzuentwickeln.
Die ehemaligen Vorstände des ADM
1955 – 1956 | Professor Dr. Georg Bergler
1956 – 1965 | Dr. Julius E. Schwenzner
1965 – 1968 | Wolfgang Ernst
1968 – 1974 | Dr. Emil Bruckert
1974 – 1977 | Hans-Jürgen Ohde
1977 – 1987 | Werner Ott
1987 – 1993 | Hartwig Schröder
1993 – 1999 | Dr. Klaus Haupt
1999 – 2002 | Dr. Rudolf Sommer
2002 – 2005 | Prof. Dr. Klaus L. Wübbenhorst
2005 – 2017 | Hartmut Scheffler
Die Mitgliederversammlung ist das höchste beschlussgebende Gremium des Verbandes. Sie wird in der Regel zwei Mal im Jahr einberufen.
Neben wichtigen Informationen und Beschlüssen aus der Verbandsarbeit bieten diese Termine immer auch Gelegenheit zum fachlichen Austausch. Außerdem entwickeln wir dort erste Ideen zu Fragen, die den Verband und die Branche gerade bewegen.
Die Versammlung findet einmal im Jahr an unserem Geschäftssitz in Berlin und einmal virtuell statt. Am Vorabend gibt es zur Einstimmung ein abwechslungsreiches Programm aus Fachvorträgen oder Diskussionsrunden und dem traditionellen gemeinsamen Abendessen.
Der ADM ist ein Verband, in dem die Mitglieder Themen aktiv mitgestalten. Dies geschieht in der Regel in Arbeitsgruppen.
Sie werden vom Vorstand oder von der Mitgliederversammlung einberufen, wenn ein aktuelles Thema ausführlich diskutiert und bearbeitet werden soll. Produkte dieser Arbeitsgruppen sind entweder konkrete Papiere (wie z. B. Richtlinien) oder Empfehlungen an die Mitgliederversammlung.
In der letzten Zeit gab und gibt es zum Beispiel die folgenden Arbeitsgruppen:
- Repräsentativität
- Nachhaltiges Wirtschaften
- Künstliche Intelligenz bei CATI-Interviews und die Telefonrichtlinie

