17.04.2024 | Future for FAMS

Ausbilden – das ist ein gesellschaftspolitischer Auftrag

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Ausbilden – das ist ein gesellschaftspolitischer Auftrag

Neben den Möglichkeiten in Instituten und Unternehmensabteilungen werden FAMS von sozialwissenschaftlichen Forschungsinstituten ausgebildet. Etwa vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) in Bonn. Dr. Rupert Kawka ist Leiter des Referates Raumentwicklung. Dort werden wissenschaftliche Grundlagen für die Raumordnungs- und Strukturpolitik auf nationaler Ebene erarbeitet. Er berichtet, warum er eine Zukunft für FAMS sieht.

Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung bildet seit Jahren FAMS aus. Warum? Welchen Vorteil und Nutzen sehen Sie?
Wir bilden gerne aus. Wir wollen unser Wissen an junge Menschen weitergeben. Das ist ein gesellschaftspolitischer Auftrag, den wir uns geben, aber speziell bei FAMS auch, weil das BBSR eine der wenigen Institutionen ist, die im Bereich der Sozialforschung tätig ist. Im Anschluss studieren viele Auszubildenden, aber die Ausbildung ist eine gute Grundlage dafür. Wir profitieren auch davon, indem die früheren Azubis einen Zeitvertrag in Teilzeit angeboten bekommen und so ihr Wissen aus der Ausbildung und dem Studium weiter einbringen können. Die früheren Azubis haben den Vorteil neben dem Studium, Geld zu verdienen und Berufserfahrung zu sammeln.

Welche Voraussetzungen braucht man, wenn man in Ihrem Institut eine FAMS-Ausbildung machen möchte, und warum gerade diese?
Das Wichtigste bei uns ist das Interesse an aktuellen Themen und regionalen Zusammenhängen. Wir betrachten Deutschland oder Europa räumlich differenziert – Prozesse und Strukturen laufen in den verschiedenen Regionen häufig unterschiedlich ab. Viele Faktoren spielen dabei mit rein, aber das Interesse, diese Komplexität zu erfassen und entsprechende Informationen für die Verwaltungen vor Ort, die Politik und Gesellschaft aufzubereiten, ist wichtig. Dieses Interesse wollen wir auch in der Ausbildung stärken. Zudem sind ein gutes Zahlenverständnis und keine Angst vor Auswertungen mit dem Computer wichtig.
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